Wer kennt das nicht: aus irgendwelchen Gründen ist man verhindert und kann eine wichtige Vorlesung nicht besuchen. Was nun? Die Skripte sind oft so aufgebaut, dass sie nur Stichworte beinhalten und man ohne die Vorlesung eigentlich nichts damit anfangen kann. Wäre es nicht toll, wenn man diese verpasste Vorlesung aus dem Netz laden könnte. Was spricht gegen diesen „Service“ der Hochschulen?
Aber selbst wenn man die Vorlesung besucht hat, würde vieles für das Anbieten von Podcast sprechen.
Man könnte die Vorlesung zeit- und ortsunabhängig wiederholen, nicht Verstandenes noch einmal hören. Dies wäre vor allem für unsere ausländischen Kommilitonen von großem Vorteil. Studenten hätten somit auch die Möglichkeit kritisch über das Thema nachzudenken. Die Hochschulen könnten auf diese Weise das Interesse und die Motivation der Studenten steigern.
Dozenten könnten ihre Lernangebote attraktiver gestalten und eine Verbesserung ihrer eigenen Lehre erzeugen.
Die Hochschule könnte die Qualität ihrer Lehre und somit auch das Ansehen steigern.
Somit hätten doch eigentlich alle etwas davon.
Natürlich gibt es auch Nachteile.
Wie viele von uns würden morgens länger schlafen und sich denken: ach dann lade ich mir die Vorlesung aus dem Netz. Mal ganz ehrlich!
Der informelle Kontakt unter den Studenten würde verlorengehen. Stellt euch mal eine Vorlesung in einer leeren Aula vor.
Jetzt aber mal im Ernst: ich denke, dass eine reine Aufzeichnung der Vorlesung nicht der richtige Weg ist. Vielmehr müssten die wichtigsten Punkte einer Vorlesung zusammengefasst werden. Zusammen mit dem Ton und den Folien der Vorlesung könnte man so auf sinnvolle Art und Weise die besuchte Vorlesung wiederholen.
Zum Abschluss möchte ich noch kurz das Programm Profcast erwähnen: Leider nur für den Mac erhältlich, bietet es dem Nutzer die Möglichkeit eine Präsentationen zu kommentieren und als Podcast zu veröffentlichen. Also das ideale Werkzeug für das Herstellen von Podcasts für den Hochschulbereich.
Ich habe für alle Interessierten einen tollen Podcast von Hans-Peter Füllemann auf der Seite der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz gefunden, der alles rund ums Podcasting erklärt. Dieser Podcast wurde mit dem besagten Programm Profcast erstellt. Ich finde ihn wirklich sehr informativ. Reinschauen lohnt sich.





Wenn bei uns die Technik vorhanden wäre, würde ich sofort meine Vorlesungen aufzeichnen und ins Netz stellen.
Die Technik wird übrigens kommen!
Das würde ich echt super finden.
Wie finden Sie das Video von ihrem Schweizer Kollegen?
Ich bereite derzeit eine Präsentation für ein Bio-Seminar vor und werde dann versuchen einen Podcast dazu zu erstellen. Man darf gespannt sein
Das würde sicherlich auch Energie sparen; man müsste nicht mehr an die Hochschule.
Doch macht dies wirklich Sinn? Man kann nichts mehr nachfragen, wenn man mal etwas nicht verstanden hat. Die Dozenten kennen einen nicht mehr. Alles wird noch unpersönlicher. Wo liegen die Grenzen?
Ich finde den Podcast von Füllemann aus der Schweiz sehr schön. Schade finde ich nur, dass man ihn nicht persönlich sieht…